July 1, 1998, South China Morning Post, Hong Kong by Willy Wo-Lap Lam
PEKING. Einer internen Anweisung der Pekinger Führung an die Sicherheitsorgane des Landes zufolge, bleiben die Muslimischen Unabhängigkeitskämpfer in Ost-Turkestan die Hauptbedrohung für den jetzigen politischen Zustand Chinas. Gefolgt werden diese vom Tibetanischen Widerstand und gefeuerten Arbeitern. Diese drei Gruppen könnten der Führung am gefährlichsten werden. Oberwohl die neue Führung nach Tode Deng's die Kontrolle über die Chinesen übernehmen könnte, bleibt sie trotzdem durch ausbrechende Aufstände gefährdet. Die um Freiheit kämpfenden Uighuren blieben sehr gefährlich, da sie bereit sind, fast jedes Mittel einzusetzen, um ihr Ziel zu erreichen. Obwohl Peking seine politischen Beziehungen zu den umliegenden Muslimischen Ländern verbessert hat, strömen weiterhin, mit Hilfe von Sympathien der Muslimischen Welt, Waffen und andere Mittel in die Autonome Region.