Peking (AFP) - Angehörige von Opfern des Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking haben anläßlich des neunten Jahrestages eine Neubewertung des Massakers gefordert. Insgesamt 28 Familien verlangten gestern zudem, die Verantwortlichen für die Schüsse auf Demonstranten am 4. Juni 1989 zur Verantwortung zu ziehen. Bei dem Massaker wurden Schätzungen zufolge Tausende Menschen getötet. Chinesische Truppen hatten das Feuer auf Demonstranten eröffnet, die für mehr Demokratie in China demonstrierten. Peking hat nie die offizielle Zahl der Opfer genannt.
TAZ Nr. 5544 vom 30.05.1998 Seite 10 Ausland 18 Zeilen
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China: Protest gegen Festnahme
Peking (dpa) - Eine Gruppe von sechs chinesischen Dissidenten hat gegen die Festnahme eines 28jährigen Arbeiters protestiert, der sich ins örtliche Parlament wählen lassen wollte. In Briefen an den Volkskongreß, den Staatsrat, Generalstaatsanwalt und das Oberste Gericht machten die Bürgerrechtler aus der Provinz Shanxi auf das Schicksal des 28jährigen aufmerksam, berichtete die Menschenrechtsorganisation Human Rights in China (HRiC) gestern aus New York. Der Arbeiter habe vorschriftsmäßig Unterschriften gesammelt, um sich für die Wahl aufstellen zu lassen. Seine Vorgesetzten hätten ihm das aber mit dem Hinweis verweigert, nur Mitglieder der Kommunistischen Partei könnten gewählt werden.
TAZ Nr. 5544 vom 30.05.1998 Seite 10 Ausland 22 Zeilen
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