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Kooperation statt Konfrontation:
Chinesen, Tibeter, Uiguren und Mongolen
für gewaltfreie Konfliktlösung
Malente / Göttingen, den 6.10.1997
Zum ersten Mal trafen sich in Deutschland vom 2. bis 5. Oktober 1997 Exil-Vertreter aus Tibet, Ostturkistan, der Inneren Mongolei und der chinesischen Demokratiebewegung, um mit deutschen Unterstützerorganisationen über gemeinsame Initiativen zu beraten. Die 16 Organisationen äußerten ihre Besorgnis über die Zunahme der Menschenrechtsverletzungen und appellierten an den Deutschen Bundestag, alljährlich eine Delegation nach China zu entsenden. Sie begrüßten ausdrücklich den Besuch des Unterausschusses für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe des Deutschen Bundestages in Peking und Lhasa im September 1997 und betonten, daß es dringend notwendig sei, auch intensiver die Menschenrechtslage in Ostturkistan (Sinkiang) und der Inneren Mongolei zu untersuchen. Die Teilnehmer der viertägigen Konferenz in Malente forderten auch die Bundesregierung auf, die chinesische Demokratiebewegung zu unterstützen. Zu der Konsultation im schleswig-holsteinischen Malente hatten die Gesellschaft für bedrohte Völker, Göttingen, die Tibet Initiative Deutschland, Regionalgruppe Hamburg, und die Gustav-Heinemann-Bildungsstätte, Malente, eingeladen. Die Organisationen beschlossen, sich gemeinsam dafür einzusetzen, die in der chinesischen Verfassung zugesicherten Rechte der Nationalitäten (Tibeter, Uiguren, Mongolen) und die von China unterschriebenen Konventionen der Vereinten Nationen endlich zu verwirklichen. Die Teilnehmer äußerten die Überzeugung, daß ein demokratischer Wandel in China die beste Voraussetzung für ein Ende der Menschenrechtsverletzungen und die Selbstbestimmung der Völker ist. Es sei dringend notwendig, unverzüglich die Zerstörung der Kultur, Religion, Sprache sowie jede Diskriminierung aufgrund ethnischer Zugehörigkeit zu beenden. Die Föderation für ein Demokratisches China (FDC) versicherte, ihren Beitrag beim Abbau von Vorurteilen zwischen Chinesen und den anderen Nationalitäten zu leisten und Aufklärungsarbeit auch in China zu betreiben.
Die Vertreter aller Organisationen appellierten an die Regierung der Volksrepublik China und an die Nationalitäten, die bestehenden Konflikte in Tibet, der Inneren Mongolei und Ostturkistan durch Dialog und mit friedlichen Mitteln zu lösen. Um die erfolgreich begonnene Zusammenarbeit zu verstärken, beschlossen die FDC, Paris, die Innermongolische Liga zum Schutz der Menschenrechte, Köln, die Ostturkistanische Union in Europa, München, und die tibetischen Vertreter aus Deutschland und der Schweiz, sich künftig regelmäßig zu treffen. zurück zum Verzeichnis Presseerklärungen *** zur homepage der GfbV