Islamistische
Kräfte
IM Lauf der
letzten Jahre haben die militanten
Islamisten unter den Uiguren enge Kontakte
zu ihren Gesinnungsgenossen in der
ehemaligen UdSSR geknüpft und dabei
gleichzeitig ihre Verbindungen zu Pakistan
und Saudi-Arabien ausgebaut. Viele von
ihnen orientieren sich am Vorbild der
afghanischen Rebellen, an deren Seite
manche seit 1986 gekämpft haben.
Zahlreiche chinesische Uiguren wurden in
den Madrassen (Koranschulen) ausgebildet.
Zwar behauptet Peking, zwei ihrer
Organisationen (die Islamische Bewegung
Ostturkestans und die Uigurische Partei
Zentralasiens) seien in Afghanistan aktiv
gewesen. Doch das waren nur individuelle
Aktivitäten. Und kein Mensch weiß etwas
von organisierten Strukturen, die unter
den Uiguren zur Unterstützung der Taliban
entstanden wären. Doch diese, so viel ist
richtig, haben in derselben Zeit zwei
ihrer "Spezialitäten" nach China und vor
allem nach Xinjiang expo...
Le Monde diplomatique, 64 Zeilen, I. M. S.
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