IM
CHINESISCHEN XINJIANG WERDEN DIE UIGUREN
GEWALTSAM ASSIMILIERT
Wie Peking in seiner
Westprovinz Islamisten produziert
DER chinesischen Führung macht neben Tibet
eine weitere Region große Sorgen: die
überwiegend von Muslimen bewohnte
Nordwestprovinz Xinjiang. Um den Einfluss
islamischer Fundamentalisten
zurückzudrängen und dem Turkvolk der
Uiguren seine separatistischen Ambitionen
auszutreiben, greift Peking neuerdings zu
drastischen Maßnahmen. Dabei kann die
Regierung auf das Verständnis der
internationalen Gemeinschaft rechnen,
indem sie behauptet, auch hier gehe es um
den Kampf gegen den Terrorismus. In den
Städten von Xinjiang sind heute im
Straßenbild tatsächlich mehr verschleierte
Frauen und vollbärtige Männer zu sehen.
Doch in Peking begreift man nicht, dass
die Uiguren erst recht radikalisiert
werden, wenn die Zentralregierung eine
Politik der Härte und Abschreckung, der Gä...
Le Monde diplomatique, 508 Zeilen, ILARIA
MARIA SALA
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